Auf dieser Homepage möchten wir Euch unsere kleine "Schreddertruppe" bestehend aus Wellensittichen & Katharinasittichen einmal ausführlich vorstellen.

-->> Viel Spaß <<--

 
     
     
 
 
     
 

 
Gesunderhaltung & Krankheiten

Allgemeine Krankheitszeichen sind ein ständig aufgeplustertes Gefieder, häufiges Ruhen mit zurückgedrehtem Kopf und allgemeine Freßunlust. Weitere Krankheitssymptome sind auffällig häufiges Niesen, feuchte und verklebte Nasenlöcher, veränderter Kot und trübe Augen. All diese Anzeichen weisen auf eine Allgemeininfektion hin.

Anfänger sollten nie versuchen ihre Katharinasittiche oder Wellensittiche selbst zu behandeln. Für Sie gilt:
Der sofortige Gang zum Tierarzt ist die allerbeste Erste Hilfe für Ihren gefiederten Freund!

Die nachfolgenden Krankheiten werden häufig durch Fehler oder Nachlässigkeit bei der Haltung & Pflege verursacht oder begünstigt:

Befall von Ektoparasiten ( Außenparasiten )
Die Parasiten ( Milben, Federlinge oder Läuse ) leben auf der Körperoberfläche und im Federkleid des befallenden Vogels.
Krankheitszeichen: Der befallende Vogel putzt sich auffallend häufig und ausdauernd, ist unruhig, kratzt sich häufig da ihn Juckreiz plagt, kahle Stellen an Kopf, Bauch und unter den Flügeln.
mögliche Ursache: größere Nachlässigkeiten bei den Reinigungarbeiten der Voliere
Behandlung: Mit einem Insektizid (Beratung durch den Tierarzt) den Vogel einpudern und die Unterkunft behandeln. Wichtig!! Die Augen, Nase & Schnabel sorgfältig mit der Hand schützen. Niemals ein Spray benutzen und bei der Behandlung der Unterkunft / Voliere, alle Sittiche herausnehmen.
Vorbeugung: Gründliche Reinigung der Unterkunft, dabei alle Holzteile mit heißem Wasser abbürsten.

Befall von Endoparasiten ( Innenparasiten )
Krankheitszeichen: keine typischen Krankheitserscheinungen, der erkrankte Sittich sitzt oft aufgeplustert herum, magert langsam ab und setzt schleimigen Kot ab.
mögliche Ursache: unsaubere Haltung
Behandlung: Nur durch den Tierarzt und bei der Verabreichung eines geeigneten Mittels, unbedingt seinen Anweisungen folgen.
Vorbeugung: Voliere regelmäßig gründlich reinigen. Den Kot mehrmals auf Würmer hin untersuchen.

Erkrankung der Atmungsorgane
Krankheitszeichen: wiederholtes Niesen, feuchte oder verstopfte Nasenlöcher, Atembeschwerden ( der Sittich sitzt breitbeinig, atmet mit geöffnetem Schnabel, Atemgeräusche )
mögliche Ursache: Befall der Atemwege mit Bakterien, Pilzen oder Viren. Erkältung durch Zugluft oder plötzlich veränderte Haltungstemperaturen.
Behandlung: Nur durch den Tierarzt. Eine rechtzeitige Behandlung kann die Aussicht auf Heilung erhöhen.

Going Light Syndrom
GLS ist die Abkürzung für Going Light Syndrom, oder auch Megabakteriose genannt.
Die Megabakteriose ist ein Pilz der sich im Drüsenmagen des Vogels ansiedelt. Durch den Pilz kann der Magen die Körner nicht mehr richtig verdauen und der Vogel verhungert trotz Nahrungsaufnahme.

Krankheitszeichen: Würgen, unverdaute Körner im Kot, drastische Gewichtsabnahme, übermäßiges Schlafbedürfnis.

Bekämpfung: GLS ist chronisch und bis heute nicht heilbar. :-(
Man kann die Krankheit nur zum Stillstand bringen. Dazu verabreichen die meisten vogelkundigen Tierärzte Ampho-Moronal.
Die Dosierung sollte immer mit dem behandelnden TA abgesprochen werden! Desweiteren kann auch eine Apfelessigkur verabreicht werden. Dazu einen Teelöffel Apfelessig auf 1 Liter Wasser geben.

Psittakose - Papageienkrankheit
Krankheitszeichen: Befallende Vögel sträuben ihr Gefieder, zeigen Freßunlust, sind schläfrig, Sekretflüssigkeit läuft aus den Nasenlöchern, Schnupfen und Niesen, leiden unter Atemnot. Man beachte, dass die Zeitspanne für die Aufnahme des Erregers und den ersten Anzeichen der Erkrankung, zwischen einigen Tagen und etwa 3 Monaten liegen kann!

Melde - bzw. Anzeigepflicht !! Nach dem Tierseuchengesetz von 1993 ist jeder Fall, auch der Verdacht einer Erkrankung, sofort dem Tierarzt anzuzeigen. Befallende Tiere müssen umgehend isoliert von anderen Tieren gehalten werden.

Bekämpfung: Nur unter der fachkundigen Leitung eines Tierarztes nach dem Tierseuchengesetz von 1993, insbesondere § 9 und § 17 g in der geltenden Fassung

Psittakose kann auf den Menschen übertragen werden!! Die Krankheit verläuft Grippeähnlich und zieht Appetitlosigkeit, Fieber, Frostgefühle, Kreuz und Muskelschmerzen mit sich. Später können trockener bis feuchter Reizhusten bis hin zu einer Lungenentzündung hinzukommen. Auch die Psittakose beim Menschen muss gemeldet werden!!
* * * * *
Einen Überblick über weitere bekannte Krankheiten von Sittichen (auch wenn es dort primär um Wellensittiche geht, ist doch das meiste übertragbar ) gibt es auf der Seite von Gaby Schulemann.

Eine "Notfallapotheke" kann hilfreich sein, wenn es zu akuten Verletzungen und/oder Unfällen kommt. Eine Aufstellung der Bestandteile einer solchen Apotheke ist bei Sittich-Info zusammengefaßt.

 

 

 

 

 
   
   
       
nach oben
 

Kontakt · Impressum